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Eine Delegation der Tschernobyl-Kinderhilfe-Ratingen e.V. (TKR) besuchte wie jedes Jahr Patenfamilien, soziale Einrichtungen, Dorfschulen, die offiziellen Vertragspartner und die Administration der Stadt sowie die Feuerwehr; in Gagarin sowie den umliegenden Dörfern. Überprüft wurde die Verwendung der gespendeten Sach- und Geldmittel. Im Vergleich zu den Vorjahren machte sich in einigen Lebensbereichen ein langsamer Fortschritt und der Wille positive Veränderungen vorzunehmen bemerkbar. Dies ist besonders in den Kindergärten in der Stadt und im Kinderheim „Jausa“, im Dorf Karmanowo, für 7 bis 18-jährige Kinder zu sehen.

Kindergärten in den Dörfern werden reaktiviert und brauchen deshalb viel Hilfe. Ein zweijähriges Hilfsprogramm des Staates, stellt Schulen Computer zur Verfügung, leider funktioniert der Internetanschluss meist nicht. Je nach vorhandenen Sprachlehrern wird Englisch, immer seltener Deutsch, gelehrt. Jungen und Mädchen an der Dorfschule in Pretschistoje stellten mit Begeisterung ihre deutschen Sprachkenntnisse vor. Die TKR war überrascht und begeistert. Erschreckend stellten wir fest, dass die Armut, der Krankenstand, Ohnmacht und Hilflosigkeit insgesamt in der Bevölkerung sehr hoch ist. Auch Tschernobyl-geschädigten Personen wird nicht genügend geholfen. Es wurden zahlreiche Einzelgespräche mit betroffenen Familien geführt. In vielen Fällen, wenn z.B. lebensnotwendige Operationen in Smolensk, Moskau oder St-. Petersburg durchgeführt werden müssen, kann nur mit Geld, das die Betroffenen oft nicht haben, geholfen werden.

In Gagarin gibt es wenige Arbeitsplätze. Viele Menschen müssen den weiten Weg (ca. 200 km) mit Bus oder Bahn nach Moskau in Kauf nehmen, um etwas Geld zu verdienen.

Bei den offiziellen Stellen der Stadt und des Kreises kam die Partnerschaft mit der Stadt Ratingen zur Sprache. Gerne würde man in den Bereichen Kindergärten, Jugendarbeit, Austausch von Jugendlichen, Zusammenarbeit mit Behindertenorganisationen und medizinischen Einrichtungen sowie Kommunikationen über Internet mit Ratingen zusammen arbeiten.

Überwältigend erlebte die TKR wieder einmal die Gastfreundschaft und die Offenheit der Menschen.

Der ehrliche Dank der Bewohner für das bisher von den Ratinger Familien geleistete, wurde immer wieder deutlich. Für die Patenfamilien aus Ratingen mussten viele Geschenke, häufig Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten, mit auf die Rückreise genommen werden.

Beeindruckt kehrten alle Teilnehmer der Reise nach Ratingen zurück. Es wird eine Weile dauern, bis die Erlebnisse überdacht, verarbeitet und verinnerlicht sind.

Die wichtigsten Ziele des Vereins sind weiterhin:

- Unterstützung Tschernobyl-geschädigter Kinder und ihrer Familien, sowie weiterer

bedürftiger Menschen.

- Förderung sozialer Projekte und Einrichtungen, vor allem für Kinder.

- Bemühungen, private Kontakte zu knüpfen, bestehende aufrecht zu erhalten und zu

vertiefen.

Verteilung der Pakete

Die Pakete vom Transport 14./15.3.08 wurden ab dem 23.4.08 verteilt. Erfreulich, dass die Ausgabe der Pakete an die Menschen in Gagarin, wie schon zuletzt, in der angestrebten Zeit von 4-6 Wochen erfolgt ist.